Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Liebe Ela,
ein Straßenabschnitt bei Nacht. Gelblich leuchtende Straßenlaternen, eine Ampel mit roter und grüner Phase für verschiedene Richtungen und die Beleuchtung einer überdachten Fläche links von der Fahrbahn erleuchten die Szenerie und spiegeln sich matt auf Teilen der feuchten Fahrbahn und auf einem kleinen Gleisstück. Auf der Straße sind Markierungen erkennbar, die den Verkehr sortieren und in die richtigen Bahnen lenkt. Doch derzeit ist alles nutzlos, denn niemand ist unterwegs. Alles wartet und besteht bereit für den nächsten Ansturm, der wohl zu Tagesbeginn einsetzen wird.
Freundlichen Gruß, Kai

Lieber Kai,
vielen Dank für Deine Nachricht. So hat jede Szenerie ihre Bestimmung. Felder werden bestellt, Wälder gedeihen und Straßen nehmen den Verkehr auf. Und immer gibt es Phasen, die eine Zäsur darstellen oder eine Ruheperiode. Äcker liegen brach, Wälder sind vom Blattwerk befreit oder die Straßen haben sich geleert. Umso mehr wird die Infrastruktur, die Grundlagen sichtbar: der unbebaute Boden, die Ansammlung von Bäumen, die den Wald bilden oder eben jene Eigenschaften, die einen Verkejrsweg ausmachen: Beschilderung, Markierungen, Ampeln, der Asphalt, der das störungsfreien und behagliche Vorankommen gewährleistet. Unbenutzt wartet es auf den neuen Zyklus.
Freundliche Grüße, Ela


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025