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Lieber Kai,
eine goldfarbene Statue als Spitze eines Turms oder einer Kuppel. Eine Frau in Bewegung, vorwärts schreitend und vorwärts blckend. Sie wirkt jung und ist unbekleidet. Sie steht auf einer ebenfalls goldenen Kugel. Von einer Seite wird sie von der Sonne angestrahlt, knapp hinter ihr auf Kopfhöhe, steht ein blasser Dreiviertel-Mond. Das alles umgeben von einem hellblauen wolkenlosen Himmel. Eine besondere Konstellation, noch besser wäre eine Stellung des Mondes vor der Person, in front of, gewesen. Eine Frage der Perspektive und des Aufwands, den jemand zu betreiben bereit ist.
Freundliche Grüße, Ela
Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Die Position des Mondes ist sicher als Makel zu bezeichnen, wenn man die Szenerie als inszeniert betrachtet. So entspricht sie aber ebenfalls einer Realität, die so für eine kurze Zeit bestand. Nahezu aussichtslos, eine identische Konstellation wieder in den Blick nehmen zu können. Es herrscht Reduzierung auf wenige Elemente: Die Figur und der Mond als Himmelsgestirn. Beide in Sphären, die an sich vollkommen unabhängig voneinander sind. Eine Frage, die sich stellt, ist, wohin sich die Gestalt wendet, welchem Ziel sie entgegenstrebt. Auch hier eine vermeintliche Schwäche der Bildeinteilung. Dem Raum im Rücken der Gestalt ist viel Platz eingeräumt, während vor ihr, der interessantere Raum äußerst begrenzt ist.
Viele Grüße, Kai