Gegensätze | global denken - lokal handeln





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Lieber Kai,
eine Baustelle bei Dunkelheit. Die Szenerie wird von oben beleuchtet von einem Strahler, der an dem Ausleger eines Baukrans montiert ist. AEin Rohbau oder ähnliches ist nicht sichtbar. Der Kran thront über einer Freifläche. Im Vordergrund sind fünf Bauwagen zu sehen, die nebeneinander stehen und aus jeweils einem Fenster Licht nach draußen fällt. Rechts und links sind in der Dunkelheit Bäume als schwarze Schatten erkennbar. Es herrscht leichter Nebel. Noch scheint alles ruhig zu sein. Die Arbeiten am heutigen Tag haben noch nicht begonnen.
Viele Grüße, Ela

Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Eine Szenerie im Übergang zwischen Nacht und Tag Die Dunkelheit erzwingt künstliche Beleuchtung, innerhalb der Bauwagen und vom Kran herab, dessen Strahler offenbar das gesamte Baufeld beleuchtet. Die noch herrschenden Dunkelheit bringt Erfordernisse mit sich, die später verschwinden werden. Es herrscht eine Atmosphäre, die noch von nächtlicher Ruhe und Finsternis geprägt ist. Auch die Bäume als Natur-Gegenpart zu den menschlichen Bauaktivitäten sind noch in der Dunkelheit verfangen. Die leichte Trübung der Luft ist ebenfalls Merkmal des Übergangs. Gut möglich, dass bald sichtbare Aktivitäten einsetzen, spätestens beim stärkeren Einsetzen des Morgengrauens, das sich jetzt nur erahnen lässt.
Herzlichen Gruß, Kai


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025