Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Liebe Ela,
Zweige mit einer hohen Anzahl Blüten, offenbar in der Krone eines Baumes oder an der Spitze eines Busches. Sie sind strahlend weiß und lassen fast an winterliches Weiß denken. Die Sonne leuchtet von hinten, sodass es Zonen strahlenden und Zonen gedämpften Weißes gibt. Das ganze verheißt eine üppige Ernte, wenn im Spätsommer die Blüten zu Früchten geworden sein werden. Nur einzelne Ästen sind dagegen mit zarten, grünen Blättern versehen. Sie wirken im Vergleich zu den blühenden Zweigen schmal und funktionslos. Das alles vor einem wolkenlosen blauen Himmel.
Viele Grüße, Kai

Lieber Kai,
vielen Dank für Deine Nachricht. Ein Sinnbild dafür, mit welcher Üppigkeit die Natur operiert. In der Regel dienen Blüten dazu, sich in Früchte zu verwandeln, die dann wiederum für Nachkommen sorgen können. Allein die hier sichtbaren Blüten könnten also theoretisch zu einer ganzen neuen Plantage des Baumes führen. Voraussetzung wäre, alle Früchte systematisch zur Reife zu verhelfen, sie zu ernten und anschließend sie so in den Boden zu bringen, dass sie, ohne sich gegenseitig am Wachstum zu hindern, zu neuen Pflanzen Gedeihen. Dies würde ein erhebliches Eingreifen des Menschen erfordern. In der Phase der Blüte verbindet sich Schönheit mit der Zur-Schaustellung von großem Potenzial.
Viele Grüße, Ela


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025