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Lieber Kai,
eine frostige Winterlandschaft bei auf- oder untergehender Sonne. Auf einem Feld liegt eine geschlossene Schneedecke, auf der die parallel verlaufenden Vertiefungen von Ackerfurchen als Schatten zu erkennen sind. Der Schnee wirkt nicht pulvrig sondern verharscht und liegt unberührt. Es sind keine Spuren von Mensch oder Tier erkennbar. Im Hintergrund und gegen die Sonne sind ein Gebäude und einzelne hochgewachsene Bäume erkennbar, vielleicht ein Bauernhof. Weit weg ist ein Höhenzug erkennbar, der als schwarze Silhouette Schneefläche und den wolkenlosen Himmel voneinander trennen. Ein Strommast auf dem Feld ragt als schwarzes Skelett aus dem Schnee in den Himmel.
Viele Grüße, Ela
Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Eine Winterlandschaft im Vergleich zur Sommerlandschaft offenbart deutliche Unterschiede. Der Schnee bedeckt den Acker, der sich entsprechend im Wintermodus befindet. Wachstum findet nicht oder nur im geringen Maße statt. Die Farbe ist durch den weißen Schneebelag aus der Landschaft gewichen. Die Sonne steht knapp über dem Horizont. Sie sorgt für einen Lichtstreifen im Schnee. Die ganze Szenerie legt nahe, dass es bitter kalt ist, mindestens unter dem Gefrierpunkt. Die Stromtrasse erinnert, dass wir uns in einer Kulturlandschaft befinden. Strom wird von einem Ort zum anderen, vom Kraftwerk zu den Stromkunden geführt, unabhängig von Temperatur und Witterung.
Herzlichen Gruß, Kai