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Lieber Kai,
eine Landschaft im morgendlichen Spiel von Licht und Schatten. Große Teile der landwirtschaftlich genutzten Fläche liegen bereits im hellen, von der aufgehenden Sonne beschienenen Bereich, nur im Vordergrund werfen Baum- und Strauchwerk Schatten auf das Feld. Die auf den Äckern angebauten Pflanzen sorgen für sattes Grün. Ein Saum von Bewaldung begrenzt die Felder am Horizont. Am Himmel zeigt sich deutlich ein Farbverlauf von dem hellen Blau im Osten zu den dunkleren Blautönen in westlicher Richtung. In den Schattenräumen herrscht Finsternis.
Freundlichen Gruß, Ela
Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Der frühe Morgen schafft eine besondere Situation, eine besondere Atmosphäre. Noch sind Teile der Landschaft im Dunklen. Die Welt lässt sich hier noch nicht differenziert wahrnehmen. Wir sind nur begrenzt in der Lage, die Finsternis optisch zu durchdringen. Das geht einzelnen Lebewesen anders. Sie können auch im Dunkeln die Welt in ihren Einzelheiten wahrnehmen. Im Wechsel von der Nacht in den Tag werden andere Teile der Welt bereits von der Sonne erreicht. Das Licht lässt Farben und alle Dinge sichtbar werden. Noch mag es ein fahles Licht sein, doch schnell wird es taghell sein. Hier ist die Welt nach der Finsternis der Nacht wieder erwacht. Vielerorts wird Betriebsamkeit entstehen. Durch die Jahreszeiten und die unterschiedlichen Zeiten des Sonnenauf- und -untergangs verschiebt sich diese Übergangszeit von der Nacht in den Tag über das Jahr gesehen. Im Sommer heißt es früh aufzustehen, um den Tagesbeginn auf Feld und Flur beobachten zu können.
Viele Grüße, Kai