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Lieber Kai,
ein Winterwald mit Bäumen, deren Stämme einseitig beschneit sind. Die langen dünnen Nadelbäume wirken winterlich kahl und stehen recht eng beieinander. Kein Grün ist zu erkennen, alles nur weiß oder schwarz. Den Waldboden versteckt eine geschlossene Schneedecke. Im oberen Geäst ist nur wenig Schnee hängen geblieben. Der Schnee an den Stämmen zeugt davon, dass feuchter Schnee gefallen ist, der von Wind aus einer Richtung an die Baumrinden getrieben wurde.
Viele Grüße, Ela
Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Der Winter scheint die Welt in einen Schwarz-weiß - Modus zu versetzen. Wahrscheinlich wirken dabei mehrere Faktoren zusammen. Das Grün der Pflanzenwelt, vorwiegend die Blätter, sind im Laufe des Herbstes vermodert, übrig bleiben in der Regel dunkler Stamm und kahles Geäst. Sowohl am Boden als auch im Geäst dominieren damit dunkle Herbstfarben. Der Schnee sorgt dafür, dass die meisten Flächen weiß überzogen sind. Der Waldboden ist in diesem Fall weitgehend von Schnee bedeckt und selbst an vertikalen Stellen gelingt es dem Schnee, an der Rinde anzuhalten. Die Lichtverhältnisse ergänzen diese Effekte. Entweder herrscht Bewölkung und es herrscht trübe Beleuchtung oder die Sonne sorgt in Kombination mit dem Schnee für gleißendes Licht. Trotzdem sollte auch geprüft werden, ob sich nicht auch der Betrachter im Schwarz-weiß - Betrieb befindet.
Viele Grüße, Kai