Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Lieber Kai,
eine Flusslandschaft mit dem breiten Strom und Häuserkomplexen am anderen Ufer. Sie werden von der schräg stehenden Sonne so angestrahlt, dass sich das auf Fenster und Fassadenteile einfallende Licht im Fluss spiegelt. Der Bergrücken dagegen wirkt dunkel und leistet keinen Beitrag zu dem Spiel des Lichts. Im Himmel darüber ebenfalls illuminierte Wolken, die über der Szenerie liegen. Vom hiesigen Ufer ist nur ein Busch zu sehen. Der Fluss ist unbefangen von Schiff und Boote und fließt unbeteiligt und mit nur geringem Wellengang seinen Weg entlang.
Viele Grüße, Ela

Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Eine Szenerie, die wenig spektakulär wirkt. Eine Flusslandschaft mit einem breiten Strom, einer nicht unbeträchtlichen Bebauung am Ufer und einem Höhenzug, der den Hintergrund bildet. Besonders aber sind die Lichtverhältnisse, die für eine Zweiteilung sorgen: die helleren Flächen mit Pastelltöne von Himmel und Wasseroberfläche und der dunkle Keil, der von der Landmasse gebildet wird. Die Gebäude bewirken eine Verknüpfung, indem sie von der Sonne beschienen Lichtreflektionen erzeugen, die auf der Wasseroberfläche sichtbar sind. Das weder Mensch noch menschliche Aktivitäten sichtbar sind, findet keinerlei Ablenkung von der puren Landschaft statt.
Viele Grüße, Kai


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025