Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Lieber Kai,
eine Landschaft mit verschiedenen Elementen, die sich zu einem Ensemble zusammenstellen, allesamt weisen eine Geradlinigkeit auf, die offenbart, dass es sich um eine von Menschen geformte Kulturlandschaft handelt. Da sind bewirtschaftete Äcker, erkennbar durch akkurat gezogene Furchen, eine Allee mit symmetrisch gesetzten Bäumen und ein Wasserlauf, der nicht mäandert, sondern ebenfalls wie mit dem Lineal gezogen wirkt und über ordentlich gestaltete Ufer verfügt.
Freundlichen Gruß, Ela

Liebe Ela,
vielen Dank für Deine Nachricht. Das Geometrische ist vorherrschend: Gerade Linien, Symmetrien. Das unterscheidet die Kulturlandschaft von einer Naturlandschaft. Der Boden ist erkennbar nutzbar gemacht und es gibt Verkehrswege, eine Straße und ein Fluss, der eventuell auch als Verkehrsweg zur Verfügung steht. Die Bäume an der Straße sind so angepflanzt, dass der Eindruck einer Allee entsteht. Was fehlt, sind Personen oder Zeugnisse menschlicher Ansiedlung. Ohne dass man es sehen könnte, kann davon ausgegangen werden, dass der Himmel bedeckt ist. Es fehlt die Farbtiefe, die bei Sonneneinstrahlung herrscht.
Herzlichen Gruß, Kai


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben.

Projekt Gegensätze - Januar 2025