Gegensätze | global denken - lokal handeln



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Liebe Ela,
dies ist ein Haus in Budapest. Die Fassaden von Häusern können wir in Ruhe betrachten und Geschichten erkennen, die sich in ihnen verewigt haben. Zunächst der Anspruch beim Errichten des Hauses mit der Größe, der Geschosszahl, dem Einsatz von ästhetischen Elemente wie Stuck und Erkern. Die Jahrzehnte hinterlassen Spuren auf der Fassade, zunächst der Schmutz, aber auch abplatzende Farbe oder bröckelder Putz. Hinter Türen und Fenstern hat sich verborgen oder verbirgt sich das Leben der Bewohner und Bewohnerinnen.
Was kann uns das sagen? Wir sollten in der Lage sein, Fassaden zu durchschauen, Erkenntnisse über die Vorgänge hinter der Fassade zu entwickeln.
Gruß, Kai

Lieber Kai,
vielen Dank für Deine Nachricht. Es ist richtig, dass sich hinter den Fassaden das Leben von Menschen vollzieht. Allerdings bleibt uns der Einblick verwehrt. Auch durch die Fenster werden wir höchstens bruchstückhaft einzelne Szenen dieses Lebens wahrnehmen können. Stattdessen spiegelt sich in den Fenstern Teile der Außenwelt, in diesem Fall der blaue Himmel. Er macht die ansonsten düstere Fassade lebendig und bringt Farbe ins Spiel.
Herzliche Grüße, Ela


Die Welt erschließt sich in Bildern, in Szenen, in Ensemblemen von Landschaft, Gebäuden, Gegenständen, Licht und Farben. Gesammelt wurde über 7 Jahre hinweg jede Woche jeweils eine Szene, die sich durch eine besondere Komposition auszeichnet.
Damit steht für jeden Tag des Jahres eine Szene zur Verfügung, die Ausgangspunkt für Assoziationen und Reflektionen sein kann. Die Szenen regen an, Fragen des Bestehenden und Zukünftigen innovativ anzugehen - Denken out of the box. Kai und Ela lassen uns an ihren Überlegungen teilhaben .

Projekt Gegensätze - Januar 2025